Beckenried NW: Baustelle auf A2 sorgt bis 2027 für Sperrungen
Das Lehnenviadukt bei Beckenried muss aufgrund seines Alters instandgesetzt werden.
Die umfangreichen Sanierungsarbeiten finden zwischen März 2026 und Dezember 2027 statt.
Während der Bauzeit ist jeweils eine Brücke in eine Fahrtrichtung gesperrt, während der Verkehr auf der anderen Brücke im Gegenverkehr geführt wird.
Seit über 45 Jahren (Fertigstellung 1980) trägt das Lehnenviadukt die Autobahn A2 zwischen Beckenried und dem Tunnel Seelisberg. Nun muss das Bauwerk alters halber instandgesetzt werden. Dabei werden im Wesentlichen die folgenden Massnahmen durchgeführt:
- Teilinstandsetzung der Randleitmauern und Ersatz des Kastenprofils
- Instandsetzung der Fahrbahnübergänge, Betongelenke und Brückenlager
- Vollflächiger Ersatz der obersten Belagsschicht
- Anpassungen an der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung
Für die Arbeiten muss jeweils die Brücke in eine Fahrtrichtung für den Verkehr gesperrt werden. Während der Bauzeit rollt der Verkehr daher im Gegenverkehr auf der anderen Seite. Die Bauarbeiten starten im März 2026 und enden im Dezember 2027:
- März 2026: Vorbereitungsarbeiten, Montage Gerüste und Zustandserfassung der Betongelenke Fahrbahn Richtung Chiasso (Arbeiten ohne Verkehrseinschränkungen auf der A2)
- Anfang April bis ca. Ende Oktober 2026: Hauptbauphase auf Fahrbahn Richtung Chiasso (Arbeiten mit Verkehrseinschränkungen auf der A2)
- Ende Oktober / Anfang November 2026: Abschlussarbeiten (Arbeiten ohne Verkehrseinschränkungen auf der A2)
- Mitte Februar bis Ende März 2027: Vorbereitungsarbeiten, Montage Gerüste und Zustandserfassung Betongelenke Fahrbahn Richtung Basel (Arbeiten ohne Verkehrseinschränkungen auf der A2)
- Anfang April bis ca. Mitte November 2027: Hauptbauphase auf Fahrbahn Richtung Basel (Arbeiten mit Verkehrseinschränkungen auf der A2)
- Mitte November bis Anfang Dezember 2027: Abschlussarbeiten (Arbeiten ohne Verkehrseinschränkungen auf der A2)
Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens in den Sommerferien wird die Baustelle 2026 und 2027 an je fünf Wochenenden von Mitte Juli bis Mitte August jeweils von Freitag 05:00 bis Sonntag 24:00 für den Verkehr geöffnet und es stehen in beide Richtungen zwei Fahrspuren zur Verfügung.
Die Bauarbeiten erfordern zudem temporäre Teilsperrungen des Anschlusses Beckenried. Von Frühling bis Herbst 2026 muss die Einfahrtsrampe in Fahrtrichtung Süden (Chiasso) und von Frühling bis Herbst 2027 die Ausfahrtsrampe in Fahrtrichtung Norden (Basel) gesperrt werden. In dieser Zeit muss für die entsprechende Fahrtrichtung auf den Anschluss Buochs ausgewichen werden.
Durch die Instandsetzungsarbeiten entstehen zudem vereinzelt Betriebseinschränkungen für den öffentlichen Verkehr.
Vom 7. April 2026 bis voraussichtlich Mitte September 2026 kann die Haltestelle Beckenried Post, auf der Strecke 310 Fahrtrichtung Stans – Altdorf, nicht bedient werden. Reisende Richtung Altdorf können während dieser Zeit die Haltestelle Buochs Post nutzen.
Vom 30. März 2027 bis voraussichtlich Mitte September 2027 kann die Haltestelle Beckenried Post, auf der Strecke 310 Fahrtrichtung Altdorf – Stans nicht bedient werden. Als Ersatz dient ebenfalls wieder die Haltestelle Buochs Post.
Es kann zu Fahrplanänderungen und längeren Reisezeiten kommen.
Es wird empfohlen, dass Reisende ihre Verbindung vor der Reise prüfen, im Fahrplan der Post Auto AG oder dem Online-Fahrplan der SBB: www.sbb.ch
Die Kosten für die Instandsetzung des Lehnenviadukt Beckenried belaufen sich auf rund 33 Millionen Franken. Die Ausgaben werden vollständig durch den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) gedeckt. Der NAF finanziert sämtliche Aufwendungen für den Bau, Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen. Zusätzlich unterstützt der NAF Projekte im Agglomerationsverkehr (Strassen, Velo- und Fusswege sowie Bus- und Bahnverkehr). Die Haupteinnahmequellen des NAF sind der Mineralölsteuerzuschlag, der als Bestandteil des Treibstoffpreises direkt beim Tanken bezahlt wird, die Automobilsteuer sowie die Autobahnvignette. Der NAF ist damit zu 100 Prozent nutzerfinanziert.
Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
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